Pflegepreis geht an Caritas Klinik St. Theresia in Saarbrücken
Verleihung des Friederike-Fliedner-Pflegepreises des Saarlandes

(15.07.2009)
Saarland
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde am 15. Juli durch Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener der Friederike-Fliedner-Pflegepreis des Saarlandes 2009 verliehen. Der mit 1.600 Euro dotierte Preis wird auf Vorschlag der Jury für die Bewerbungsarbeit zu dem Thema: „Implementierung eines multiprofessionellen palliativmedizinischen Konsiliardienstes in der Caritasklinik St. Theresia aus pflegerischer Sicht“ vergeben.

Mit dem Friederike-Fliedner-Pflegepreis 2009 wurden Frau Judith Köhler, Frau Jutta Besch-Schneider, Frau Barbara Ninnemann-Ohligschläger und Frau Silvia Mauer, Mitarbeiterinnen der Caritasklinik St. Theresia Saarbrücken (www.caritasklinik.de), ausgezeichnet.

Gesundheitsminister Vigener„Mit der vorgelegten Ausarbeitung sowie den hieraus gewonnenen Erkenntnissen wird ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung im Saarland geleistet. Die angemessene Betreuung Schwerkranker, Sterbender und ihrer Angehörigen gelingt nur im engen Zusammenwirken eines multiprofessionellen Teams, das in der Lage ist, den physischen, psychosozialen und spirituellen Bedürfnissen der betroffenen Menschen hilfreich zu begegnen. Die Realisierung eines ganzheitlichen, palliativen Behandlungsansatzes zur möglichst weitgehenden Schmerz- und Symptomlinderung setzt eine kompetente, ärztliche und pflegerische Betreuung in enger Kooperation mit Seelsorge, Sozialarbeit, Psychologie und anderen Berufsgruppen voraus. Diese Vorgaben stellen hohe Anforderungen sowohl an ein Qualifizierungskonzept als auch an notwendige organisatorische und institutionelle Rahmenbedingungen. Eine professionelle Palliativpflege ist ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil palliativmedizinischen Denkens und Handelns im Rahmen einer adäquaten Versorgung Schwerkranker und Sterbender.“

Der Gesundheitsminister weiter: „Die Therapie umfasst heute eine breite Palette von Möglichkeiten, mit denen auf die individuellen Problemstellungen der Patientinnen und Patienten eingegangen werden kann. Dies bedeutet für Pflegende, dass auch hier eine ständige Adaption an die sich verändernde Situation notwendig wird. Sich dieser Herausforderung zu stellen heißt, Kompetenzen in den Bereichen der Selbst-, Sozial-, Fach- und intentionalen Kompetenz zu entwickeln. Diese Kompetenzen gewährleisten eine situative Handlungsfähigkeit, die eine patientenorientierte Pflege sichern kann.

Nach dem geltenden Krankenhausplan für das Saarland 2006 – 2010 halten derzeit sechs Krankenhäuser flächendeckend insgesamt 60 Planbetten im Bereich Schmerztherapie/Palliativmedizin vor. Ferner verfügen wir über zwei Hospize und 19 ambulante Hospizdienste. Im Bereich der stationären hospiz- und palliativpflegerischen Versorgung rangiert das Saarland im Bundesvergleich auf einem Spitzenplatz.

Mit dem Fliedner-Pflegepreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, werden innovative Maßnahmen und Projekte, die die berufliche Pflege fördern, ausgezeichnet. Schwerpunkte sollen die Verbesserung der Situation zu betreuender oder zu pflegender Personen sowie die Motivation und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Förderung bezieht sich dabei auf wissenschaftliche oder wissenschaftlich orientierte Arbeiten, deren Fragestellung und Ergebnisse pflege- und gesundheitsbezogen sind. Unabdingbar ist dabei die Evaluation der dargestellten Maßnahmen und Projekte. Der Pflegepreis ist benannt nach Friederike Fliedner, der Stifterin der Kaiserswerther Anstalt, die durch ihr Engagement einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der beruflichen Pflege geleistet und eine besondere Bedeutung für das Saarland hat.

Quelle: Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales des Saarlandes (www.justiz-soziales.saarland.de)





weitere Artikel

Pflegen - Online LogoPflegen - Online Logo