Sterbebegleitung in Hessen verbessert
95 ambulante Hospizgruppen und 7 Hospize

(13.10.2006)
Land Hessen
Wetzlar. Im Einklang mit einer umfassenden palliativen Versorgung ist eine gute Sterbebegleitung eine große Hilfe für die Betroffenen. Hier ist die Hessische Landesregierung mit der Hospizbewegung ganz einer Meinung. Eine gute und behutsame Begleitung kann der Angst vor einem langen Sterbeprozess wirksam begegnen. „Sie leistet einen unschätzbaren Beitrag für ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt“, sagte die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger am 13. Oktober in Wetzlar anlässlich der Benefizgala zu Gunsten des stationären Hospizes „Haus Emmaus“.

Die Sterbebegleitung in Hessen ist durch den Ausbau der ambulanten Hospizdienste, die Schaffung von so genannten Palliativ-Stationen in Krankenhäusern, in denen unheilbar Kranken eine entsprechende Schmerzbehandlung zuteil wird, und die Entstehung stationärer Hospize verbessert worden. „Mehr als 90 Prozent der Menschen wünschen, zuhause zu sterben“, betonte Lautenschläger. Die Realität sehe jedoch anders aus. Mehr als die Hälfte – rund 55 Prozent – sterben in Krankenhäusern, 30 Prozent in Alten- und Pflegeheimen und lediglich 10 Prozent zuhause. „Die Stärkung der ambulanten Hospizarbeit und der palliativpflegerischen Versorgung ist vor diesem Hintergrund der richtige Weg.“

Inzwischen gibt es sieben stationäre Hospize in Hessen. Landesweit sind rund 95 Hospizgruppen mit etwa 1500 ehrenamtlichen Hospizhelfern in der ambulanten Begleitung Sterbender tätig. Nicht die Schaffung neuer Institutionen sei das vorrangige Anliegen, sondern die Menschen sollten dort begleitet werden, wo der Tod sie ereile – zu Hause, im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim. Der Gedanke einer angemessenen Sterbebegleitung müsse in allen Institutionen und im ambulanten Bereich integriert und umgesetzt werden.

Das Land fördert die Schulung und Fortbildung der ehrenamtlich Tätigen in den ambulanten Hospizinitiativen. Für die Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung (KASA) fließen 2006 50.000 Euro aus der Landeskasse. Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospize Hessen erhält 9000 Euro.

Quelle: Hessisches Sozialministerium (www.sozialministerium.hessen.de)




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