1€-Jobs: keine Lösung für Versorgungsengpässe in der Altenhilfe
Die Versorgung und Betreuung alter, pflegebedürftiger Menschen erfordert entsprechende Qualifikation

Der Deutsche Pflegerat e.V., (DPR) nimmt Stellung zur aktuellen Diskussion um den Einsatz von Arbeitslosen in der Pflege: Es gäbe sicher wachsenden Versorgungsbedarf in der Pflege. Gering oder gar nicht ausgebildeten Helfer machten aber nur Sinn, wenn sie Teil eines funktionierenden Teams seien, in dem eine ausreichende Zahl hoch qualifizierter Fachkräfte vorhanden wäre. (10.03.2010) [mehr]

Pflege-TÜV auf wackligen Füßen
Caritas-Rechtsforum: Juristen fordern deutliche Überabeitung

Den Pflege-TÜV sehen Juristen in der jetzigen Form rechtlich auf wackligen Füßen. Das Ziel des Gesetzgebers, die Qualität der Altenheime und ambulanten Pflege offenzulegen und für die Bürger vergleichbar zu machen, werde mit dem derzeitigen Prüfkatalog und Verfahren nicht erreicht. Auf dem 11. Rechtsforum des Diözesancaritasverbandes Münster forderten Fachanwälte aus dem ganzen Bundesgebiet eine kurzfristige Überarbeitung (08.03.2010) [mehr]

Familienministerin Kristina Schröder fordert Familien-Pflegezeit
Allerdings breite Kritik von vielen Seiten

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege weiterhin zu fördern, plant die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder eine gesetzliche Familien-Pflegezeit. So sollen Arbeitnehmer künftig zwei Jahre lang 50 Prozent arbeiten, aber 75 Prozent ihres Gehalts weiterverdienen, später würden das Zeit- bzw. Gehaltskonto durch Vollzeitarbeit bei niedrigeren Bezügen wieder ausgeglichen. (04.03.2010) [mehr]

Pflege in der Grauzone
Rechtsforum diskutiert Beschäftigungsverhältnisse ausländischer Pflegekräfte

Wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Sozialrechts hat das Rechtsforum des Diözesancaritasverbandes Münster in den letzten zehn Jahren gegeben. Dieses hohe Lob aus dem Mund von Prof. Dr. Peter Udsching, Richter am Bundessozialgericht, zum Jubiläum bestätigte sich im 11. Rechtsforum, dass sich am Freitag mit den rechtlichen Fragen des Einsatzes ausländischer Pflegekräfte beschäftigte. (01.03.2010) [mehr]

Einzelnoten stärker gewichten
Der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes zu den Pflegenoten

"Wir wollen, dass die Einzelnoten stärker gewichtet werden, damit kein falsches Bild entsteht. Das werden wir bereits heute mit den Leistungserbringern besprechen und ich dränge darauf, dass es noch im Frühjahr Änderungen gibt", erläuterte K.-Dieter Voß, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes in den "Ruhr Nachrichten" am 26. Februar das weitere Vorgehen zur Verbesserung der Bewertungssystematik. (26.02.2010) [mehr]

Ein Patientenrechtegesetz (PatRG) ist überfällig
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk fordert klare und verbindliche Aussagen zur Patienten-Selbstbestimmung

Die Rechte der Patienten bzw. pflegebedürftigen Personen einerseits und die Pflichten der Leistungserbringer, z.B. Ärzte, sonstige Gesundheitsberufe, Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, andererseits, sind in der bundesdeutschen Rechtsordnung nur unzureichend geregelt. Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk fordert daher ein Patientenrechtegesetz. (24.02.2010) [mehr]

GKV-Spitzenverband: Pflegenoten bewähren sich
Weiterentwicklung der Pflege-Transparenzvereinbarungen

Am 22.Februar fand unter Beteiligung von ca. 150 namhaften Experten aus dem gesamten Bundesgebiet ein Workshop zu den Noten für Pflegeeinrichtungen statt, in denen intensiv über die vereinbarten Transparenzkriterien und das Bewertungssystem der Pflegenoten diskutiert wurde. Die Veranstaltung ist ein Baustein der systematischen Überprüfung der Grundlagen für die Pflegenoten, die zwischen den Vertragspartnern mit Verabschiedung der Transparenzvereinbarung im letzten Jahr festgelegt wurden. (23.02.2010) [mehr]

Steuervorteil für Pflegehaushalte
Das Bundesgesundheitsministerium informiert

Die Finanzverwaltung hat neue Verwaltungsvorschriften herausgegeben, die bestehende Steuervergünstigungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Familien einfacher und unbürokratischer gestalten. Konkret geht es dabei um den Steuerabzug für "haushaltsnahe Dienstleistungen", der gestattet, 20 Prozent der Kosten für Dienstleistungen in Privathaushalten direkt von der Einkommensteuerschuld abzuziehen. (17.02.2010) [mehr]

Nachbesserungen am Transparenzsystem gefordert
Entschließungsantrags des Landes Rheinland-Pfalz im Bundesrat

„Das Transparenzsystem in der Pflege ist in seiner derzeitigen Form nicht zufriedenstellend. Die Kriterien und die Systematik können zu Ergebnissen führen, die mit den tatsächlichen Leistungen nicht übereinstimmen. Kurzfristig muss im Interesse der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen, der Pflegeeinrichtungen und der Pflegekräfte nachgebessert werden.“ Das unterstrich Sozialministerin Malu Dreyer am 12. Februar anlässlich der Einbringung eines entsprechenden Entschließungsantrags des Landes Rheinland-Pfalz im Bundesrat. (16.02.2010) [mehr]

Entschließungsantrag zur Einrichtung einer Pflegekammer
Der DBfK Nordwest begrüßt die Initiative der SPD im Landtag von Niedersachsen

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Einrichtung einer Pflegekammer in Niedersachsen. Das haben die Sozialdemokraten im Landtag mit einem Entschließungsantrag zur Einrichtung einer Pflegekammer zum Ausdruck gebracht. Der DBfK Nordwest war an der Anhörung beteiligt – so begrüßt der Berufsverband die Initiative der SPD. (11.02.2010) [mehr]

Pflegenoten nicht grundsätzlich in Frage stellen!
Kuratorium Deutsche Altershilfe fordert Evaluation

Der Streit um den sogenannten „Pflege-TÜV“ reißt nicht ab, Auseinandersetzungen zwischen Trägern von Pflegeeinrichtungen und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen mehren sich. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) rät mit Blick auf die Bundesratssitzung zur Transparenz in der Pflege am 12. Februar daher zu einer schnellen Evaluation der Prüfungen von Pflegeleistungen. (11.02.2010) [mehr]

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird kommen
Bericht vom Kongress "Pflege 2010": Experten fordern zügige Umsetzung und mehr Personal

Die Umstellung auf einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wird kommen. Das kündigte der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Willi Zylajew, auf dem Kongress Pflege 2010 an. „Für kaum ein anderes Vorhaben gab es ein solch breites Einvernehmen“, so der Pflegeexperte. Sowohl die Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sowie die Berufsverbände haben an der Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes mitgewirkt. (03.02.2010) [mehr]

Transparenzsystem in der Pflege
Rheinland-Pfalz setzt sich im Bundesrat für Verbesserungen ein

Das Kabinett des Landes Rheinland-Pfalz billigte am 2. Februar einen Entschließungsantrag für den Bundesrat am 12. Februar, der auf Verbesserungen des Transparenzsystems in der Pflege abzielt, wie Sozialministerin Malu Dreyer in Mainz mitteilte. (03.02.2010) [mehr]

Pflegenoten - Transparenz in der Pflege schreitet voran
Landesdurchschnittsnoten für Pflegeheime liegen in den ersten zehn Bundesländern vor

Seit dem 1. Februar 2010 veröffentlichen die Verbände der Pflegekassen neben den Pflegenoten der einzelnen Einrichtungen in zehn Bundesländern auch die ersten Landesdurchschnittsnoten für Pflegeheime und sorgen so für noch mehr Transparenz bei der Qualität von Pflegeleistungen. (02.02.2010) [mehr]

Prüfkatalog "mit der heißen Nadel gestrickt"
Caritas nach 60 Prüfungen: Pflegenoten nur halbe Wahrheit / Gleiche Küche je nach Prüfer sehr gut oder mangelhaft

Dass an der Findung der Pflegenoten noch gearbeitet werden muss, zeigt sich im Detail an einem Beispiel im Kreis Steinfurt: Zwei direkt nebeneinanderliegende Altenheime, gleicher Träger, eine gemeinsame Leitung, gleiches Konzept. Das Essen kommt aus einer gemeinsamen Küche und erhält von dem einen MDK-Prüfer ein sehr gut, von dem anderen ein mangelhaft. Auch bei weiteren Prüfkriterien gibt es bei identischen Antworten diesen Notenspagat. Für die Caritas in der Diözese Münster zeigt sich nach der Prüfung von 60 der fast 190 katholischen Altenheime, dass "der Prüfkatalog mit heißer Nadel gestrickt ist und nur einen Teil der Qualität erfasst". (29.01.2010) [mehr]

Osteuropäische Haushaltshilfen
LfK kritisiert Bundesrat wegen Änderung der Beschäftigungsverordnung

Auf die Änderung der Beschäftigungsverordnung reagiert der Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e.V. (LfK) mit harscher Kritik. „Es kann nicht sein, dass in einem qualitätsfreien Raum Billigpflege gefördert wird und gleichzeitig zugelassene Pflegedienste hohe Standards erfüllen müssen, deren Einhaltung geprüft, benotet und transparent gemacht wird." (26.01.2010) [mehr]

CBT klagt gegen System der Pflegenoten
Über den Sinn und Unsinn für Noten in der Pflege sollte noch einmal grundsätzlich nachgedacht werden

Als einer der großen Träger von stationären Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen mit bundesweitem Renommee hat die CBT – Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH mit Sitz in Köln jetzt Klage gegen das so genannte Transparenzverfahren und die Veröffentlichung der in diesem Verfahren ermittelten - für die CBT überwiegend positiven - Noten für Pflegeheime erhoben. (25.01.2010) [mehr]

Kein Wort zum Thema Pflege von Rösler in der Haushaltsdebatte
Hilde Mattheis (SPD) fordert weitere Reformen

Anlässlich der Haushaltsdebatte über den Etat des Bundesministeriums für Gesundheit fordert die stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Berichterstatterin für Pflege, Hilde Mattheis, weitere Reformen. (22.01.2010) [mehr]

Perspektive Pflege 2013 – Die neue Bundesregierung und die Pflege
Vortrag im Rahmen des Deutschen Pflege Forums

Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, wird am 10. März in Berlin über die Perspektiven der Pflege referieren und dabei auf Pläne der Koalition zur Entwicklung der Pflegeversicherung, den bestehenden Pflegepersonalmangel und auf Möglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs und der Pflegeausbildungen eingehen. (22.01.2010) [mehr]

Absenkung des Gesundheitsschutzes befürchtet
Der ABVP zur Änderung der Beschäftigungsverordnung

Ausländische Arbeitskräfte können nach der Änderung der Beschäftigungsverordnung in den Haushalten über „hauswirtschaftliche Arbeiten“ hinaus auch „notwendige pflegerische Alltagshilfen“ erbringen. Der Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e.V. sieht erhebliche Gefahren für das Wohl der Pflegebedürftigen. (22.01.2010) [mehr]

DBfK will Gesamtkonzept für osteuropäische Hilfskräfte
Statt einseitig pflegerischer Zusatzaufgaben für osteuropäische Hilfskräfte: ein schlüssiges Gesamtkonzept für alle Akteure

Die Entscheidung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung, mit der ausländischen Hilfskräften neben hauswirtschaftlichen Arbeiten jetzt auch ‚notwendige pflegerische Alltagshilfen’ erlaubt werden, ist nach Ansicht des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe e. V. (DBfK) höchst brisant. (14.01.2010) [mehr]



weitere Artikel

Pflegen - Online LogoPflegen - Online Logo