Pflegeausbildung attraktiver gestalten
Neue Ausbildungsgrundlagen und gemeinsamer Abschluss erforderlich

(30.06.2010)
Christliche Krankenhäuser Deutschlands
Zur Gesundheitsministerkonferenz, die am
30. Juni in Hannover beginnt, bringen das Diakonische Werk der EKD, der Deutsche Caritasverband und deren Fachverbände
in der Alten- und Krankenhilfe einen gemeinsamen Impuls zur Weiterentwick-
lung der Pflegeberufe ein.


Der Evangelische und Katholische Krankenhausverband (DEKV und KKVD), Fachverbände des Diakonischen Werkes der EKD und des Deutschen Caritasverbandes, unterstützen das Anliegen der Bundesregierung, die Pflegeausbildung durch ein neues Berufsgesetz grundlegend zu modernisieren. Die Ausbildungen im Bereich der Alten-, Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege sollen dabei zu einer gemeinsamen Pflegeausbildung zusammengeführt und durch ein neues Berufsgesetz grundlegend modernisiert werden.

Die kirchlichen Verbände haben in einem Eckpunktepapier Ziele und Kriterien für eine Weiterentwicklung der Pflegeausbildung zusammengefasst. Das Papier beschreibt die Ziele einer gesetzlichen Regelung für eine gemeinsame Pflegeausbildung. So fordern die Verbände eine generalistische Ausbildung der bisher getrennten Ausbildungen für Alten-, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege mit dem Ziel eines gemeinsamen Berufsabschlusses.

In Anbetracht der demographischen Entwicklung steigt der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften. Um auch zukünftig junge Menschen für das Berufsbild „Pflege“ zu gewinnen, muss die Ausbildung dringend attraktiver gestaltet werden.

Jeder 2. Ausbildungsplatz in der (Kinder-)Krankenpflege befindet sich heute in einem christlichen Krankenhaus. Hinzu kommen rund 200 Altenpflegeschulen in Caritas und Diakonie, die in Kooperation mit Trägern und Einrichtungen gegenwärtig Verantwortung für die Ausbildung in der Altenpflege übernehmen. Dieser Verantwortung wollen Caritas und Diakonie auch in Zukunft gerecht werden. Dies setzt jedoch voraus, dass die Refinanzierung der Ausbildungsstätten und der Ausbildungsvergütung auch in Zukunft gesichert ist.

Das Eckpunktepapier wurde vom Deutschen Caritasverband, Diakonischen Werk der EKD, Deutschen Evangelischen Krankenhausverband (DEKV), Katholischen Krankenhausverband Deutschland (KKVD), Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e. V. (VKAD) und Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) unterzeichnet.

Das Eckpunktepapier finden Sie unter:
www.kkvd.de/71383.html   oder unter
www.dekv-ev.de/Eckpunktepapier_Pflege
ausbildung_Juni2010_Endfassung.pdf


CHRISTLICHE KRANKENHÄUSER IN DEUTSCHLAND
Werteorientiert – innovativ – wettbewerbsstark: Christliche Krankenhäuser stellen heute die zahlenmäßig größte Gruppe unter den deutschen Krankenhäusern dar. Jedes dritte deutsche Krankenhaus wird in konfessioneller Trägerschaft geführt. Etwa 300.000 Beschäftigte versorgen im Jahr über sechs Millionen Patienten, jeder zweite Ausbildungsplatz in der Pflege ist an ein christliches Krankenhaus gebunden.

FACHVERBÄNDE DER DIAKONIE UND CARITAS
Christliche Krankenhäuser Sie sind im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) sowie im Katholischen Krankenhausverband Deutschlands e.V. (KKVD) organisiert. Die christlichen Verbände vertreten rund 710 Krankenhäuser und Kliniken, darunter 200 Fach- und Spezialkliniken. Sie sind anerkannte Fachverbände im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland bzw. im Deutschen Caritasverband, der Wohlfahrtsorganisation der katholischen Kirche. Sie verfolgen ausschließlich gemeinnützige und kirchliche Zwecke.


Quelle:
Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V. (www.kkvd.de)
Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V. (www.dekv.de)





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