Gesundheitsakten stärken Patientensouveränität
ZTG präsentiert anlässlich der MEDICA Lösung für einfache Nutzbarkeit

(12.11.2010)
ZTG
Bochum. Im Frühjahr 2011 wird in Nordrhein-Westfalen ein Pilotprojekt an den Start gehen, das den Umgang und die Pflege von patientengeführten elektronischen Gesundheitsakten (EGA) vereinfachen soll. Wie dies technisch und organisatorisch bei Patientinnen und Patienten zu Hause, in der Arztpraxis und im Krankenhaus funktioniert, präsentiert die ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH zusammen mit den Projektpartnern DURIA e.G., careon GmbH, vita-X AG sowie der Vitaphone GmbH auf der MEDICA.

Zwar werden elektronische Gesundheitsakten (EGA), die es Bürgern erlauben, ihre persönlichen medizinischen Daten elektronisch in einer Akte zu verwalten, heute bereits von verschiedenen Herstellern angeboten. Umständlich und zeitaufwändig ist es jedoch, Diagnosen, Befunde und Therapiemaßnahmen in eine solche webbasierte Gesundheitsakte einzustellen. Um zukünftig die Mehrfacherfassung von Informationen zu vermeiden und dem Patienten vor allem auch manuelle, fehleranfällige Eingaben zu ersparen, sollen bereits digital vorliegende Daten automatisch in die EGA eingespeist werden. Möglich wird dies durch Vorarbeiten der Expertengruppe EGA.nrw, die Schnittstellen zur komfortablen Datenübertragung aus Krankenhausinformations- und Praxisverwaltungssystemen in EGA-Systeme standardisiert.

Im Rahmen des Feldtests sollen als erster Schritt Daten aus dem elektronischen Arztbrief aus dem Primärsystem der Arztpraxen in die elektronischen Gesundheitsakten (EGA) transferiert werden. Als weitere Quelle sollen Vitalparameter, die mittels Telemonitoring gemessen werden, in die EGA einfließen. Hierbei werden die Daten über Sensoren erfasst und von einem telemedizinischen Service-Center der Vitaphone GmbH in die EGA übermittelt. Im Fokus des Feldtests stehen nicht nur die technischen Funktionalitäten, ebenso sollen die Akzeptanz- und Nutzenaspekte elektronischer Gesundheitsakten durch teilnehmende Versicherte sowie Ärztinnen und Ärzte ermittelt werden. Für die Leistungserbringer ist dabei die leichte Implementierbarkeit insbesondere in die bestehenden Systeme ausschlaggebend. Für die Patientinnen und Patienten stehen die leichte Handhabbarkeit und Vorteile durch die Einsicht in die eigenen Daten zur Stärkung der Patientensouveränität im Vordergrund.

Das Projekt EGA.nrw ist ein Baustein der Landesinitiative eGesundheit.nrw (www.egesundheit.nrw.de), die vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und unter Federführung der ZTG GmbH koordiniert und umgesetzt wird. Auf der Medica präsentiert die ZTG GmbH alle Projekte dieser Landesinitiative und informiert insbesondere über Innovationen im Bereich Telemedizin, über die Kosten-Nutzen-Analyse der elektronischen Fallakte, das Telemedizinregister und die eGK-Testregion Bochum-Essen. Darüber hinaus geben die ZTG-Berater Auskunft über Unterstützungsmöglichkeiten durch das Kompetenzzentrum für Vernetzungs- und Telematikvorhaben, etwa in Form von Fachexpertisen zum Datenschutz oder zu Kommunikationslösungen. Das Unternehmen bietet außerdem ein umfangreiches eHealth-Veranstaltungsprogramm an.

Besuchen Sie die ZTG GmbH auf der MEDICA vom 17. bis zum 20. November 2010 in Halle 15, Stand D17.

Quelle: ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH
(www.ztg-nrw.de)





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