„Snoezelen“ wird Forschungsthema an der KSFH
Sensorische Stimulierung von Patienten mit Demenz oder geistiger Behinderung

(11.06.2010)
Am 15. Juni 2010 findet an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) ein Workshop zum Thema „Snoezelen“ statt. Die Methode, die zur sensorischen Stimulierung von Patienten mit Demenz oder geistiger Behinderung sowie bei Patienten mit Schmerzen eingesetzt wird, soll demnächst auch ein Forschungsthema an der KSFH werden.

In der Fachwelt hat sich der Begriff „Snoezelen“ bereits etabliert. Doch was steckt hinter der Wortneuschöpfung, die sich aus den niederländischen Begriffen „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (dösen) zusammensetzt? „Snoezelen ist eine ausgewogen gestaltete Räumlichkeit, in der durch harmonisch aufeinander abgestimmte multisensorische Reize, Wohlbefinden und Selbstregulationsprozesse bei den Anwendern ausgelöst werden“, lautet die Arbeitsdefinition der Deutschen Snoezelen-Stiftung. „Durch speziell auf den Nutzer hin orientierte Raumgestaltung werden sowohl therapeutische und pädagogische Interventionen als auch die Beziehung zwischen Anleiter und Nutzer gefördert.“

Um Studierenden und Interessierte Snoezelen als pflegerische Interventionsmethode nahe zu bringen, findet auf Initiative von Prof. Dr. Bernd Reuschenbach am 15 Juni 2010, um 10 Uhr (Raum FLS1 gegenüber der Aula) an der KSFH ein Workshop zu diesem Thema statt. Ein Vertreter der Firma Sport-Thieme wird zu diesem Zweck entsprechende sensorische Stimulationsmaterialien vorstellen und die Ziele von Snoezelen präsentieren.

„Unser Ziel ist es zudem, diese Interventionsform zukünftig verstärkt zu beforschen – als Schwerpunkt des Lehrstuhls gerontologische Pflege“, sagt Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, der seit Oktober 2009 die Stiftungsprofessur „Gerontologische Pflege“ an der KSFH inne hat. Die Methode werde vor allem zur sensorischen Stimulierung von Dementen oder Personen mit geistiger Behinderung eingesetzt. „Snoezelen kann viele positive Effekte auf die Patienten haben“, erklärt Reuschenbach.

Dazu zählen beispielsweise:
  • entspannende Wirkung
  • Aktivierung, erhöhte Aufmerksamkeit
  • Positive Verhaltensänderung/Reduktion unangepasster Verhaltensmuster
  • Aggressionshemmung
  • Reduktion der Depression
  • Usw.
Die Katholische Stiftungsfachhochschule München ist eine national und international hoch angesehene Hochschule für Sozial-, Pflege- und pädagogische Berufe in kirchlicher Trägerschaft. Sie bietet ihren etwa 1900 Studentinnen und Studenten an den beiden Standorten Benediktbeuern und München eine intensive und professionelle Betreuung.
Neben den Bachelorstudiengängen Soziale Arbeit, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Pflege dual und Bildung & Erziehung im Kindesalter bietet die Katholische Stiftungsfachhochschule München auch Masterstudiengänge und vielfältige Fortbildungsveranstaltungen an.
Ein wissenschaftliches und zugleich praxisorientiertes Studium sowie das christliche Menschenbild begründen den besonderen Auftrag der Hochschule.


Quelle: Katholische Stiftungsfachhochschule München (www.ksfh.de)





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