Creme, Shampoo & C0.

Pflege ohne Mikroplastik - das geht!

Umweltschutz ist auch in der Kranken- und Altenpflege ein Thema. Wenn es um Cremes, Shampoos & Co. geht zum Beispiel: Da können wir wunderbar Einfluss nehmen

Inhaltsverzeichnis

Die Bilder gehen um die Welt: Verendete Meerestiere, gefundene Plastikteile in den Mägen von Robben und Walen. Sie zeigen: Unsere Meere werden immer mehr durch Plastikmüll verschmutzt. Je kleiner die Plastikteilchen, desto mehr Tiere können es mit der Nahrung aufnehmen; deshalb ist gerade Mikroplastik – synthetische Polymere mit einer Größe von weniger als fünf Millimeter – so gefährlich.

5 Mikroplastik-Stoffe, die sich in Cremes und Shampoos finden

Was noch immer nicht viele Menschen wissen: Mikroplastik findet sich auch in Kosmetik. Stoffe wie

  • Polyquaternium-7 etwa, das sich wie ein Plastikfilm um die Haare legt und so lästiges Ziepen verhindert
  • Acrylates Crosspolymer, das Cremes ein geschmeidiges Gefühl verleiht
  • Polyethylene
  • Nylon-6
  • Nylon-12 – dieser Stoff wird wie Polyethylene und Nylon-6 oft einfach nur als kostengünstige Füllmittel verwendet

Das Problem mit all diesen Stoffen: Beim Waschen spülen wir diese Mikropartikel ins Wasser, sie nehmen den Weg über die Kanalisation – und gelangen so in unsere Flüsse und Meere.

Liste mit Produkten, die Mikroplastik enthalten

Länder wie Kanada oder Großbritannien haben Kosmetikherstellern bereits untersagt, Mikroplastik in ihren Produkten zu verwenden. Auch in Deutschland haben mittlerweile einige Firmen gegenüber dem BUND ihren Ausstieg aus Mikroplastik angekündigt. Doch beziehen sich diese Versprechungen laut dem Naturschutzbund nur auf feste und sichtbare Partikel. Synthetische Polymere hingegen, die in gelöster Form vorlägen, seien davon ausgenommen. Hinzu komme: Für Verbraucher sei es schwierig „bis nahezu unmöglich“, herauszufinden, wieviel Mikroplastik sich in einem Kosmetikprodukt befindet. Der Bund betreibt daher eine regelmäßig aktualisierte Liste von Kosmetikprodukten, die Mikroplastik enthalten.

3 weitere wenig ratsame Inhaltsstoffe: Silikkoe, PEG, Mineralöle

  • Silikone werden oft als Weichmacher in Haarprodukten eingesetzt. In Handcremes verarbeitet, erzeugen die künstlichen Fette auf der Hautoberfläche einen wasserabweisenden Effekt, der entstehende Film soll die Haut vor äußeren Einflüssen schützen. Diese jedoch kann unter diesem Film nicht atmen – die natürliche Regenerationskraft der Haut wird vermindert. Bestimmte Unterarten der Silikone werden zudem als wassergefährdend eingestuft, haben also einen negativen Effekt auf die Umwelt. Erkennbar sind Silikone an den Bezeichnungen Methicone oder Dimethicone.
  • Auch Emulgatoren wie PEG/PEG-Derivate besser meiden: Sie sollen die Kosmetik weich machen und feucht halten – auch Hersteller von Professional Care verwenden sie –, sorgen aber auch dafür, dass die Zellwände der Haut durchlässiger werden für Schadstoffe. Hautreizungen und Allergien können folgen. Zudem gelten PEG - so wie Parabene - als hormonverändernd. In zertifizierten Naturprodukten (achten Sie auf Siegel wie „BDIH“ oder „Nature“) sind solche Inhaltsstoffe in der Regel nicht enthalten.
  • Auch bei den ebenfalls in vielen Kosmetika enthaltenen Mineralölen (sie verbergen sich hinter Begriffen wie Paraffin oder Petrolatum) ist Skepsis ratsam: Ebenso wie die Silikone legen sie sich wie ein Fikm über die Haut und hindern sie am Atmen.

www.coedeckeck.info nimmt mehr als 12.000 Produkte unter die Lupe

Hilfreich ist die App und Website „Codecheck“: Sie gibt einen Überblick über die Inhaltsstoffe von zahlreichen Körperpflegeprodukten, darunter von knapp 12.000 Hand- und Nagelcremes.

Autorin: Romy König

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