Altenpflege

Sensibles Handeln ist gefragt

Menschen, die bettlägerig sind und sich nicht mehr artikulieren können, brauchen vor allem eines: eine besonders sensible und empathische Pflege und Betreuung. 3 Fragen sollten sie sich hier stellen ...

Inhaltsverzeichnis

Artikulationsunfähige bettlägerige Menschen können Ihnen nicht sagen, wie es ihnen geht, welche Bedürfnisse sie haben, ob sie Angst oder Schmerzen haben. All das müssen Sie als Pflegefachkraft aus den Reaktionen des Betroffenen selbst herausfiltern und dabei immer einige Fragen einbeziehen.

Grundlage ist die genaue Beobachtung

Es gibt eine ganze Reihe von Beobachtungen, die Ihnen bei der Pflege und Betreuung hier weiterhelfen. Sie brauchen auf jeden Fall Antwort auf folgende Frage:

  • Zeigt der Betroffene Freude und Zufriedenheit? Oder eher Gleichgültigkeit und Desinteresse?

  • Vermittelt seine Reaktion Ablehnung oder gar Angst?

  • Schaut er interessiert, lächelt vielleicht sogar oder wird er unruhig und versucht, sich wegzudrehen?

Dabei sind nicht alle Reaktionen auf den ersten Blick eindeutig zu interpretieren. Es hilft, auf die gesamte Mimik zu achten, die Gestik, die Körpersprache. Sind Körperhaltung und Gesichtszüge entspannt?

Wissen Sie mehr über den betroffenen Menschen und seine Biografie, ist auch dies eine wichtige Informationsquelle, um seine Reaktionen besser deuten zu können und besser auf seine Besonderheiten eingehen zu können.

Frage 1: Wer ist der Mensch, den wir hier pflegen?

Wie hat der Mensch früher gelebt? Was war ihm in seinem bisherigen Leben wichtig? Woran hatte er Freude? Welche Ängste bewegten ihn? Wie gestaltete er seine Freizeit? Hatte er besondere Hobbys und Interessen? Welche Vorlieben hatte er beim Essen und Trinken? Wie war seine Tagesstruktur?

Dabei sind auch Angehörige und Freunde des Pflegebedürftigen oft eine große Hilfe. Sie sollten daher einbezogen werden.

Frage 2: Haben wir eine Konzept für diese Art von Pflege?

Auch sollte die Betreuungsplanung im Team abgestimmt werden. Regelmäßige Evaluation und Reflexion im Rahmen von Fallbesprechungen sollten selbstverständlich sein. Die Betreuung bettlägeriger Bewohner muss in das Gesamtkonzept der Einrichtung eingebettet und von einer einheitlichen Betreuungsphilosophie getragen sein.

Frage 3: Erhalten wir Unterstützung für diese Art von Pflege?

Da es gerade bei der Pflege bettlägeriger Menschen um so viel mehr geht als „satt und sauber“, sind Pflegende manchmal unsicher und überfordert mit ihrer Aufgabe – vor allem außerhalb der eigentlichen Pflegesituation. Daher sollte jede PDL auch im Auge haben, wann und wo den Pflegenden entsprechende Fortbildungen sowie Supervisionen angeboten werden können.

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