Serie Soft-Skills

Tipp 45: Beugt Burnout vor - 5 Minuten mit dem liebsten Bewohner

Motivieren Sie sich selbst: Schöpfen Sie aus Ihrer persönlichen Kraftquelle, verbringen Sie Zeit mit Ihrem Lieblingsbewohner oder -patienten - ohne schlechtes Gewissen.

Inhaltsverzeichnis

Das kennen Sie bestimmt: Sie waren 14 Tage im Urlaub, und ein Klient begrüßt Sie fröhlich mit den Worten: „Schön, dass sie wieder da sind. Sie haben mir gefehlt.” Oder Klienten bedanken sich mit einem strahlenden Lächeln, einer längeren Berührung oder einer kleinen Aufmerksamkeit. „Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben.”

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Unsere Lieblingsklienten sorgen für gute Laune

Aber, geben Sie es ruhig zu, Sie haben auch regelrechte Lieblinge unter den Klienten. Es sind vielleicht Klienten mit bestimmten Ticks oder Klienten mit sympathischen Eigenarten, Menschen, die Sie einfach mögen, an die Sie sogar dann denken, wenn Sie nicht bei der Arbeit sind. Sie pflegen sie gern und kommen schon mit guter Laune in deren Wohnung oder Zimmer. Natürlich sollten wir jeden Menschen fair und gerecht behandeln. Aber alle Klienten gleich sympathisch zu finden ist unmöglich.

Aus diesen Momenten mit den Lieblingsklienten schöpfen Sie Kraft und Bestätigung für Ihre Arbeit und Ihr ganzes Leben. Nutzen Sie diese Kraftquelle ganz bewusst. So geht's:

  • Gehen Sie zu Dienstbeginn zu Ihrem liebsten stationären Bewohner und wünschen Sie ihm einen schönen Tag.
    Setzten Sie sich in etwas ruhigeren Momenten bewusst neben jemanden, dessen Nähe Sie gern mögen und trinken Sie ein Glas Wasser zusammen. Hier können Sie auftanken. Bleiben Sie bei Ihrem Lieblingspatienten einen Moment länger und sagen Sie auch, dass Sie gern bei ihm oder bei ihr sind. Alte Menschen spüren das.

  • Gestehen Sie es sich zu, Klienten unterschiedlich gern zu mögen, das geht den Klienten und anderen Kollegen genauso. Auch Ihnen ist nicht jeder Mitmensch gleich sympathisch.

  • Übernehmen Sie die Rolle der Bezugspflegekraft von Klienten, zu denen Sie eine nahe Beziehung aufbauen möchten. Seien Sie damit offen im Team und erlauben Sie einander, dass nicht alle Mitarbeiter alle Klienten gleich gern pflegen.

  • Rufen Sie sich bewusst schöne Erinnerungen und Begegnungen immer wieder ins Gedächtnis, erzählen Sie davon, sprechen Sie mit Freunden und Familie darüber - selbstverständlich unter Wahrung der Intimsphäre der Klienten und des Datenschutzes. So bewahren Sie diesen besonderen Menschen in Ihrem Herzen.

Sympathien sind etwas sehr Persönliches, und Sie können sehr viel Kraft aus diesen Sympathien ziehen. Kraft, die Ihnen bei der Arbeit nützt und Ihnen in Ihrem ganzen Leben hilft.

Autorinnen: Sandra Masemann/Barbara Messer (Bearbeitung für pflegen-online: Michael Handwerk)

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