Daten Pflegekammer NDS und RLP

Über 50-Jährige stärkste Altersgruppe in der Pflege

In Niedersachsen sind über 38 Prozent aller Pflegekräfte über 50, in Rheinland-Pfalz 34 Prozent. Das ist bedenklich, weil fast alle examinierten Kräfte spätestens mit 61 aufhören zu arbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sind bisher die einzigen Bundesländer, in denen sich präzise Zahlen zur Altersstruktur der examinierten Kräfte in Alten- Kranken- und Kinderkrankenpflege erheben lassen. Denn hier gibt es Pflegekammern, bei denen alle dreijährig ausgebildeten Pflegekräfte als Mitglieder registriert sind. In Rheinland-Pfalz basiert die Statistik auf den Angaben von insgesamt rund 40.000 Mitgliedern, in Niedersachen von 60.000 Mitglieder. Dabei geht die Landeespflegekammer in Deutschlands flächenmäßig größtem Bundesland davon aus, dass noch circa 30.000 Registrierungen hinzukommen.

2033 wird sich die Lage zuspitzen

Die Statistiken der beiden Landspflegekammern sind alamierend, weil ab 61 kaum mehr eine ausgebildete Pflegekaft in ihrem Beruf arbeitet. In Rheinland-Pfalz beträgt der Anteil der über 60-Jährigen 4,8 Prozent, in Niedersachsen ist er ähnlich gering. Bis 2033 werden voraussichtlich 35 bis 43 Prozent der heute tätigen Pflegefachpersonen nicht mehr berufstätig sein, heißt es in einer Pressemittielung der Landespflegekammer Niedersachsen.

Intensivstationen leiden am stärksten

Die Intensivstationen (ITS) dürften unter dem Trend schon heute am meisten leiden: Denn das Pflegethermometer 2012 des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) hat gezeigt, dass die meisten Mitarbeiter um die 50 herum aufhören, auf ITS zu arbeiten.

Weitere Ergebnisse der Landespflegekammer Niedersachsen zur Altersstruktur

  • die Altersgruppe der 19- bis 35-Jährigen macht mit 27 Prozent den geringsten Anteil der Pflegefachpersonen in Niedersachsen aus

  • 34,6 Prozent sind zwischen 36 und 50 Jahre

Weitere Ergebnisse der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz zur Altersstruktur

  • 20 Prozent sind zwischen 19 und 30

  • 21,4 Prozent sind zwischen 31 und 40

  • 24,6 Prozent zwischen 41 und 50

  • Autorin: kig

  • Foto: Richard Catabay on Unsplash

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